Uruguay

In Uruguays Nationalmannschaft steht ein Generationenwechsel an. Ein letztes Mal können die Jungen von den Erfahrenen lernen
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Federico Valverde (links) und Darwin Nunez wollen aus dem Schatten der großen drei Suarez, Cavani und Godín treten. Fotos: IMAGO/Sebastian Frej (2), GEPA Pictures

Man muss kein Prophet sein, um die These aufzustellen, dass die Weltmeisterschaft in Katar die letzte von Luis Suárez, Edinson Cavani und Diego Godín sein wird. Seit Jahren sind sie die Eckpfeiler einer ganz besonderen Generation der stolzen Fußballnation aus Südamerika. Bereits vor zwölf Jahren standen sie gemeinsam in Südafrika auf dem Platz, als Uruguay im Spiel um Platz drei gegen Deutschland verlor.

Seitdem ist in den Karrieren aller drei Spieler viel passiert. Suárez entwickelte sich zu einem der gefährlichsten Torjäger des vergangenen Jahrzehnts, bildete gemeinsam mit Lionel Messi und Neymar den legendären MSN-Sturm beim FC Barcelona. Cavani schoss sich mit 200 Treffern als Rekordtorschütze in die Geschichtsbücher von Paris Saint-Germain. Suárez (133 Tore) und Cavani (131) führen zudem die ewige Torschützenliste des Landes an – noch vor Legende Diego Forlán. Und Godín war nicht nur Teil der für einige Jahre schier unüberwindbaren Defensive von Atlético Madrid. Er schwang sich auch ganz nebenbei mit aktuell 159 Einsätzen zum Rekordnationalspieler seines Landes auf.

Auf Klubebene haben sie die ganz große Bühne mittlerweile verlassen, in Katar betreten sie diese noch einmal – und wollen gleichzeitig ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. Denn die Nachfolger mit Superstarpotenzial scharren schon mit den Hufen. Darwin Nunez ist das nächste große Stürmerversprechen Uruguays an die Fußballwelt. Im Sommer zahlte der FC Liverpool 80 Millionen Euro für seine Dienste. Einen Schritt weiter ist Federico Valverde, der sich im Mittelfeld von Real Madrid bereits etabliert hat und zuletzt sogar immer häufiger als Torschütze glänzte. Und Innenverteidiger Ronald Araújo soll beim FC Barcelona eines der Gesichter des Neuaufbaus werden. Gemeinsam kommt das Zukunftstrio schon jetzt auf einen Gesamtmarktwert von 210 Millionen Euro – Tendenz steigend.