Ghana

Ghanas Nationaltrainer Otto Addo hat eine Riege junger Talente mit deutschen Wurzeln und alten Hasen mit Legendenstatus um sich versammelt
Die Ayew-Brüder
Die Stars: Die Ayew-Brüder. Fotos: IMAGO/PanoramiC, ANP

Mit einem Mix aus Routine, jugendlichem Schwung und großem Selbstvertrauen ist Ghana eine der WM-Wundertüten. „Wenn wir bei 100 Prozent sind, können wir jeden schlagen“, hatte Nationaltrainer Otto Addo im RND-Gespräch angekündigt. Der gebürtige Hamburger ist verantwortlich für die Euphorie in dem westafrikanischen Land.

Nach enttäuschender WM-Quali als Aushilfe geholt, sicherten sich die „Black Stars“ unter seiner Führung in den Play-offs das Katar-Ticket. Das Engagement wurde bis Jahresende verlängert – parallel zu Addos Hauptjob in der BVB-Jugendabteilung. Und der frühere Bundesliga-Profi suchte in Europa nach unverhofften Verstärkungen. Fündig wurde er unter anderem beim DFB: Mit Ransford-Yeboah Königsdörffer (HSV), Stephan Ambrosius (Karlsruhe) und Patric Pfeiffer (Darmstadt) überzeugte er gleich drei ehemalige deutsche Juniorennationalspieler vom Verbandswechsel. Auch Bilbao-Star Inaki Williams gab trotz eines Einsatzes für Spanien sein Debüt. Die Neuen sorgen für frischen Wind, die alten Hasen für Stabilität und Turniererfahrung. Mit gemeinsam über 180 Länderspielen genießen die Ayew-Brüder André und Jordan in Ghana Legendenstatus.

ist deutschen Fans vor allem aus seiner Zeit als Spieler bei Borussia Dortmund in Erinnerung, wo mehrere Kreuzbandrisse seine Karriere ausbremsten. Seit Februar 2022 ist der gebürtige Hamburger Cheftrainer von Ghanas Nationalteam, zudem kümmert er sich beim BVB weiter um die Talente.