Ecuador

Ecuadors Nationalmannschaft legt nach der Debatte um die rechtmäßige Qualifikation den Fokus aufs Turnier und kann dabei auf Erfahrung und Talent setzen
Enner Valencia
Der Star: Enner Valencia. Fotos: IMAGO/ANP

Dass Ecuador am 20. November überhaupt das WM-Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Katar bestreiten wird, hing lange Zeit am seidenen Faden. Grund dafür war die Debatte, ob Außenverteidiger Byron Castillo tatsächlich in Ecuador oder nicht doch in Kolumbien geboren wurde. In letzterem Fall wäre er in der WM-Qualifikation nicht spielberechtigt gewesen. Die Fußballverbände von Peru und Chile kämpften um den Ausschluss Ecuadors, wollten selbst dessen WM-Platz einnehmen. Letztlich scheiterten beide, weil der Fifa eine ecuadorianische Geburtsurkunde von Castillo vorgelegt wurde.

Nun also kann sich Trainer Gustavo Alfaro ausschließlich ums Sportliche kümmern. Das Achtelfinale soll es schon sein, so wie 2006. Nicht unrealistisch, ließ das Team doch mit zwei Remis in der Qualifikation gegen Brasilien und Argentinien in diesem Jahr aufhorchen. Kopf der mit jungen Talenten gespickten Mannschaft ist Enner Valencia. Der Kapitän ist mit 35 Treffern Rekordtorschütze Ecuadors, trotz seiner 33 Jahre noch immer sehr flink und machte schon bei der WM 2014 mit drei Toren in der Vorrunde auf sich aufmerksam.

mangelt es nicht an Erfahrung. Ecuadors Verband ist bereits die 17. Trainerstation des Argentiniers seit 1992. Zwei große Titel errang Alfaro, beide in seiner Heimat mit Arsenal FC. 2007 holte er die Copa Sudamericana, das südamerikanische Pendant zur Europa League. 2013 sicherte er dem Klub den nationalen Pokal.