Australien

Außenseiter Australien setzt in Katar auf den Kapitän des FC St. Pauli. Für den Erfolg lässt Coach Graham auch den eigenen Schwiegersohn zu Hause
Jackson Irvine
Der Star: Jackson Irvine. Fotos: IMAGO/AAP, Action Plus
Im Fußball gehört Australien zu Asien. Denn seit 2010 nehmen die „Socceroos“ an der asiatischen WM-Qualifikation teil. Und reichte es vorher zu zwei WM-Teilnahmen bei elf Versuchen, hat sich das von Trainer Graham Arnold angeleitete Team nun zum vierten Mal in Folge qualifiziert. Zum zweiten Mal bei einer Endrunde ist der Kapitän vom FC St. Pauli aus der 2. Bundesliga. Jackson Irvine kam 2018 zu drei Kurzeinsätzen. Seither ist er zur festen Größe in Arnolds Auswahl gereift, spielt fast immer und bildet die Schaltzen-trale im Mittelfeld. Arnold stellt sein Team sehr flexibel auf, was die Grundordnung betrifft. Je nach Gegner lässt er sie im 4-5-1 verteidigen oder im 4-3-3 respektive 4-1-3-2 angreifen. Einen Superstar hat das Team, dessen Profis über den gesamten Globus verteilt spielen, seit Tim Cahills letztem Länderspiel 2018 nicht mehr, umso wichtiger wird die mannschaftstaktische Disziplin auf den Spielfeldern in Katar. Für den Erfolg trifft Arnold pikante Entscheidungen. So ließ er seinen Schwiegersohn Trent Sainsbury trotz der Erfahrung von 61 Länderspielen wegen Formschwäche zu Hause. Eine der schwierigsten Entscheidungen, die er je treffen musste, bekannte Graham.

übernahm nach der WM 2018 das Nationalteam seines Heimatlandes. Einmal mehr führte er die „Socceroos“ zu einer Endrunde, navigierte das Team mit Erfolg durch die asiatische WM-Qualifikation, ehe sich Aus-
tralien in den Play-offs gegen Peru durchsetzte.